Ländliches Leben in Nordschwaben dargestellt in drei Museen
      • ÖFFNUNGSZEITEN: Jeden 1. Sonntag im Monat 14 - 17 Uhr- und jederzeit nach Vereinbarung im Zeitraum von Mai bis Oktober

"Hoigarta"

„Hoi’garta“ ist die schwäbisch-phonentische Version des hochdeutschen Wortes „Heimgarten“, obwohl dieses Wort im Hochdeutschen umgangssprachlich nicht verwendet wird. “Hoi’garta“ war früher in Schwabens ländlichem Sprachraum der Ort, an dem sich Dorfmädchen nach Feierabend zum „Raatschen“ (sich unterhalten) und zum Handarbeiten (Stricken, Flachs/Wolle spinnen, etc.) trafen. Das „andere“ Geschlecht war willkommen, musste jedoch auch einen Beitrag leisten: z.B. Lieder singen, Geschichten erzählen oder Musik spielen.

In der "Alten Schule" treffen sich jeden 1. Montag des Monats die "Hoigartler" unter Leitung von Frau Reinhart zum gemütlichen Beisammensein. Nicht das "Raatschen" ist hier zuerst gefragt sondern das Singen von alten Volksliedern, bis hin zu gängigen Ohrwürmern ist alles im Repertoire der Sängerinnen und Sänger.
Gerne würde die Gruppe auch neue sangesfreudige Männer und Frauen begrüßen - also kommen Sie zu uns, wir würden uns freuen.


Klöppeln

Frau Irmgard Eser und ihre Gruppe treffen sich jeden 1. Mittwoch im Monat in der "Alten Schule".

Klöppeln ist eine Handarbeitstechnik, bei der mittels Klöppel (spindelförmige, meist aus Holz gefertigte „Spulen“) und dem daran aufgewickelten Garn verschiedenartige Spitzen gefertigt werden.
Die Herstellung der Handklöppelspitze beruht auf einem systematischen Wechsel von Verdrehen – Verkreuzen – Verknüpfen – Verschlingen von Fäden im Mehrfachsystem.  Grundlage für die Fertigung einer jeden „echten Spitze“ bildet die Mustervorlage, der Klöppelbrief. Der Wert eines Klöppelbriefs liegt in der hohen Kunst der Gestaltung. Die Klöppelbriefe stehen im Urheberrecht.
Die ersten Quellen für das Klöppeln sind Musterbücher des 16. Jahrhunderts aus Italien, wo man auch den Ursprung der Technik vermutet. Das erste reine Musterbuch für die Klöppeltechnik erschien um das Jahr 1557 in Venedig: Le Pompe. Aus Italien soll die Technik zunächst nach Spanien oder in die spanischen Niederlande und danach nach Frankreich gelangt sein. Aber auch im Erzgebirge sind bereits im 16. Jahrhundert die ersten Klöppelspitzen nachgewiesen. Barbara Uthmann, die Witwe eines Montan-Unternehmers aus Annaberg, soll als Verlegerin maßgeblich an der Verbreitung des Klöppelns im Erzgebirge beteiligt gewesen sein.


Weitere Aktivitäten sind:
Brot backen (Sauerteigbrot)
Buttern
Schmieden
Weben am großen Webstuhl und mit dem Webrahmen
Kraut einstampfen