Die Museumsfreunde Mertingen e.V. in der Presse


 


 

DONAUWÖRTHER ZEITUNG - DONNERSTAG, 02. MAI 2019 - Nummer 101

 

Foto: Ulrike Hampp-Weigand

 

 

Museumssaison in Mertingen wird eröffnet

 

Die Museumsfreunde Mertingen eröffnen die neue Saison am kommenden Sonntag, 5. Mai, mit Vertrautem und Neuem. Auch wer glaubt, schon alles gesehen zu haben, könnte überrascht sein. Im Stadel kümmert sich, wie gewohnt, Engelbert Nagl mit seinem Schleifservice um stumpfe Messer und Scheren. Neu gestaltet und ins rechte Licht gerückt wurden die Sammlungen zum alten Handwerk, vor allem aber die Darstellung des Torfstichs. Torf, unter großen Mühen in der Höll gestochen, spielte für die Wärme in Mertinger Häusern bis in die 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts eine bedeutende Rolle. In der Sölde bilden die Klöpplerinnen um Irmgard Eser wieder eine gesellige Runde. Neuerdings wendet auch die Mode, nach Jahren geringen Interesses, ihre Aufmerksamkeit wieder der Spitze zu. Als Massenprodukt wird sie freilich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts maschinell hergestellt. Das geübte Auge erkennt jedoch den Unterschied in der Qualität sofort.

 

Besondere Beachtung sollte in der Sölde die Taufausstattung in der Trachtenstube finden, die die Ausstellung in der Alten Schule ergänzt. In der Alten Schule fliegen bei Karl Schabert und seinen Gesellen die Funken in der Schmiede. Besucher können ihr Handwerkszeug zum Ausschmieden und Reparieren mitbringen. Neu ist die Ausstellung „Vom Kinderkriegen“, die sich mit den Lebensbedingungen rund um Geburt und erste Lebensjahre, um Mütter- und Kindersterblichkeit bis in die 1950er-Jahre beschäftigt. Sie erlaubt auch einen Blick auf die Mertinger Verhältnisse und auf die Lebensgeschichte der Hebamme Barbara Wagner.

 

Die Gebäude der Museumsfreunde Mertingen sind am Sonntag, 5. Mai, von 14 bis 17 Uhr geöffnet.


 

DONAUWÖRTHER EXTRA - MITTWOCH, 06. MÄRZ 2019

 Mertingen:

 

Trauer um Anna Wunderer

Sie war lange der Motor des Museumsvereins in Mertingen.

 

Im Alter von 96 Jahren ist in Mertingen Anna Wunderer gestorben. Sie war viele Jahre der Motor und der Ideengeber für den Museumsverein Mertingen. Unter ihrem Vorsitz hat sich der Verein zu einem bedeutenden Kulturträger entwickelt. Anna Wunderer hat ein Dorfmuseum aufgebaut: einen Museumsstadel, in dem landwirtschaftliche Maschinen, Arbeitsgeräte und dörfliches Handwerk ausgestellt werden, ein vollständig eingerichtetes Wohnhaus um die Jahrhundertwende renoviert und mit alten traditionellen Gegenstän den eingerichtet.

Außerdem wurde die „Alte Schule“ durch ihren Einsatz vor dem Abriss bewahrt und als Ausstellungsgebäude hergerichtet, in dem bedeutende Ausstellungen über Kunst und Handarbeiten stattfinden. Zudem geht auf ihre Initiative die Eröffnung eines Ausstellungsraums zurück, in dem frühgeschichtliche Römer- und Alemannenfunde aus Mertingen und Druisheim gezeigt werden.

Dort sind eine alte Schmiede und eine Backstube eingerichtet. Anna Wunderer sicherte dem Museumsverein den Nachlass des Münchner Akademieprofessors Franz Klemmer mit einer großen Sammlung von Zeichnungen und Gemälden.

Dieses vielfältige Engagement, bis hin zur Mitwirkung am ersten Heimatbuch Mertingens, ist vielfältig gewürdigt worden, wie durch den Schwabenpreis. Anna Wunderer wurde außerdem die Bürgermedaille verliehen.    (Bih)

 

 


 

DONAUWÖRTHER ZEITUNG - DIENSTAG: 30. APRIL 2019 - Nnummer 100

KULTURNOTIZEN

MERTINGEN

 

Ausstellungseröffnung „VomKinderkriegen“

Die Museumsfreunde Mertingen laden in die Alte Schule (Fuggerstraße 5, hinter dem Rathaus) ein zur Eröffnung ihrer neuen Ausstellung „Vom Kinderkriegen“.

Ein Kind zu erwarten, konnte mit großer Freude und viel Hoffnung verbunden sein. Über Jahrhunderte hinweg waren Geburt und erste Lebensjahre jedoch gleichzeitig Anlass zu Angst und Sorge. Kinder- und Müttersterblichkeit waren hoch. Glaube und Aberglaube halfen, die Angst zu bekämpfen. Aber auch um praktischer Hilfe bemühte man sich: Die Erfahrung und die zunehmende Ausbildung der Hebammen verminderte die Gefahren so wie die wachsenden Kenntnisse und die Entwicklung der Medizin unter dem Einfluss der Naturwissenschaften, sodass sich mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts die Überlebenschancen von Müttern und Kindern deutlich erhöhten.

Davon erzählen die Museumsfreunde mit Texten und Bildern. Zu den zahlreichen Objekten gehören auch interessante Leihgaben anderer Museen.

Eröffnung ist am kommenden Sonntag, 5. Mai, 13.30 Uhr.

Weitere Öffnungszeiten: jeweils Sonntag, 2. Juni, 7. Juli, 4. August, 1. September, von 14 bis 17 Uhr. (dz)